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Hartholzbriketts – der genormte Naturbrennstoff


Holzbriketts bestehen aus stark zusammengepressten kleinteiligen Holzpartikeln wie Hobel- oder Sägespänen und zählen damit zu den Biomassebrennstoffen. Beim Verbrennen sind sie nahezu CO2-neutral, da das freigesetzte Kohlenstoffdioxid der Menge entspricht, die ein Baum entsprechender Masse aus der Umgebungsluft aufnehmen würde.

Für ihre Herstellung gelten die Vorgaben der Euronorm EN 14961 (Feste Brennstoffe – Brennstoffspezifikationen und -klassen), speziell die „Allgemeinen Anforderungen“ (Teil 1) und die Anforderungen an „Holzbriketts für nichtindustrielle Verwendung“ (Teil 3). Diese Norm hat die DIN 51371 und die ÖNORM M 7135 abgelöst und garantiert einen europaweit einheitlichen Standard.

Unbehandelte Holzbrennstoffe

Für die Herstellung von Holzbriketts werden hauptsächlich unbehandelte Holzabfälle, die beim Hobeln oder Schleifen anfallen, verwendet. Das Rohmaterial wird bei Temperaturen zwischen 60 °C und 90 °C getrocknet und anschließend für einen einheitlichen Feuchtigkeitsgehalt mit Wasserdampf besprüht. Nachdem das Rohmaterial durchfeuchtet wurde, erfolgt das Pressen der Späne in einer Pellet-Presse. Durch die dabei entstehende Reibungswärme entstehen Temperaturen, die das im Holz enthaltene Lignin aktivieren, so dass es die Masse zusammenklebt. Im Anschluss werden die Briketts gekühlt und härten aus.

Die fertigen Holzbriketts müssen einige Vorgaben erfüllen, um für den Markt zertifiziert werden zu können. Hierzu zählen unter anderem eine Produktgröße von mindestens 25 mm, eine maximale Restfeuchte von unter 8 %, ein Aschegehalt, der unter 0,5 % liegt, und ein Brennwert von 5 kWh/kg.

Die Güteklassen A1, A2 und B

Als genormter Brennstoff müssen Holzbriketts hohe Qualitätsanforderungen erfüllen, die durch die Herstellung und Prüfung nach DIN EN 14961-3 sichergestellt werden. Mit der Euronorm wurden die ÖNORM M 7135 und/oder die DIN 51731 abgelöst und die Güteklassen A1, A2 und B eingeführt. Diese stehen in der angegebenen Reihenfolge für eine abnehmende Brikettqualität, was auf einer zunehmenden Rohstoffpalette und den daraus resultierenden Verbrennungseigenschaften beruht.

Die Güteklasse A1 ist vor allem für den deutschen Verbraucher interessant, während in südlicheren Ländern auch Briketts der Kategorie A2 eingesetzt werden können. Der Hauptunterschied besteht darin, dass der erlaubte Aschegehalt von maximal 0,7 % auf 1,5 % angehoben wird. Die Briketts der Güteklasse B sind ausschließlich für den industriellen Gebrauch zu verwenden, da hier der erlaubte Aschegehalt noch höher liegt.

Auf Grundlage der Euronorm EN 14961 wurde ein neues Zertifizierungssystem ENplus entwickelt, das sich vor allem dadurch auszeichnet das zusätzlich zur Produktqualität auch die komplette Prozesskette von der Herstellung über die Lagerung bis zum Transport berücksichtigt wird. Auf diese Weise kann die Brennstoffqualität lückenlos zurückverfolgt werden.

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